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Rhonetal und der Aletschgletscher
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Im Goms, oberes Rhonetal: Bellwald und der Aletschgletscher
Wir wandern gerne. Daher waren wir mehrmals mit unserem Hund, dem Airdale Terrier Jolly in der Schweiz im oberen Rhonetal, noch etwa 22 km nordöstlicher von Brig, kurz hinter Fiesch, seitwärts oben in dem kleinen Ort Bellwald. Aber so klein ist er gar nicht mehr, bezieht man alle Ferienhäuser mit ein. Bellwald liegt 1600 m hoch und ist wunderbar urig einfach aber auch modern, wenn man die Ferienhäuser und die Neubauten mit einbezieht.
Man kann in Bellwald im Winter Skilaufen, aber im Sommer erquickend wandern, z.B. ohne Höhen erklimmen zu müssen ins hintere Rhonetal oder auch bergsteigend hinauf auf das 2875 m hohe Risihorn. Wem das Hochwandern zu beschwerlich ist, der kann von Bellwald aus ein Teilstück mit dem Sessellift bis auf etwa 2000m hoch fahren und von dort aus auf den Gipfel des Risihorns wandern. Diese Wanderung ist deshalb besonders interessant, weil man von oben einen wunderbaren Blick auf den riesengroßen Aletschgletscher bis hoch zu Jungfrau, Mönch und Eiger hat. Letzterer verschwindet aber fast hinter dem Mönch. Nach rechts hin ist der Blick begrenzt durch Schönbühlhorn, Wannenhorn und Finsterahorn, nach links hin neben dem Aletschgletscher durch Dreieckshorn und Aletschhorn. Bei diesem Anblick hinunter auf den fast unendlich langen Aletschgletscher und hinauf auf die gewaltigen Bergmassive, nach der Anstrengung des Wanderns, verzehrt man auf der kleinen Plattform des Gipfels mit großer Bescheidenheit aber wohlverdientem Genuss einige Obststücke, die man tunlichst im Rucksack hatte, während sich zugleich der Blick von der überwältigenden Schönheit der Bergwelt nicht trennen mag.
Wir waren oben zusammen mit unserem Hund Jolly. Allerdings wollte Jolly die letzten 100m des steilen und schmalen Endaufstiegs nicht mehr mitmachen. Er wartete und als wir zurück kamen war einerseits seine Freude groß, andererseits aber die Angst vor der Höhenwelt noch größer, so dass er in großem Hundetempo und nicht auf den schmalen Wanderwegen bergab rannte. Alles Rufen und Pfeifen war sinnlos, er folgte seinem eigenen Weg und war bald nicht mehr zu sehen.
Wieder unten suchten wir die ganze Gegend ab, aber kein Hund war zu sehen. Darauf begann ich, an den offensichtlich bewohnten Ferienhäusern anzuklopfen und nach unserem Hund zu fragen. Die Sache schien zwar aussichtslos, aber was macht man sonst in dieser Lage. Und, siehe da, nach etwa 12 abgefragten Häusern kam mir eine Dame mit unserem Hund entgegen und berichtete, der Hund habe unter ihrem Auto gelegen, sie habe die Hundemarke und unsere Adresse gelesen, sie seien aus Stuttgart und sie hätten vorgehabt, uns nach ihrem Urlaub den Hund nach Karlsruhe zu bringen. So nahm dieser wunderbare Ferientag mit dem Erfolg , den tollen Blick auf den Aletschgletscher gehabt und den Hund wieder zu haben, doch noch ein gutes Ende.
Eine andere wunderbare Wanderung dort, ohne große Steigungen, ist die folgende: Man fährt morgens zeitig nach Fiesch, fährt mit der Kabinenbahn hoch zum Kühboden und wandert dann zwei bis drei Stunden lang hin zum Aletschgletscher, vorbei an den Marielenseen, falls diese gerade Wasser haben. Am Ende der Wanderung steht man überwältigt direkt am Rande des Aletschgletschers, genießt etwa mit gebrachte Getränke, macht einige Fotos und kehrt auch von diesem Anblick erfüllt zurück zum Kühboden, um die letzte Kabinenbahn für die Runterfahrt nach Fiesch noch zu erreichen.
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