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Mosel-Höhenweg

Eine Wanderung auf dem Mosel-Höhenweg

Unterlagen für diese schöne Wanderungen erhält man vom Fremdenverkehrsamt Rheinland-Pfalz in Koblenz. Es werden darin zwei Varianten angeboten, eine Wanderung auf der Eifelseite, die andere auf der Hunsrückseite, eine Übersichts-Landkarte ist auch dabei. Dennoch ist es sinnvoll, eigene ausführlichere Wanderkarten zur Ergänzung und Wegfindung zu haben. Die Gesamtlänge des Mosel-Höhenweges ist etwa 186 km. Er reicht von Koblenz bis Trier-Ruwer/Bhf .Wir wählten die Eifelseite.

Da wir immer in der Woche nach Pfingsten, von Pfingstmontag bis Samstag danach. wanderten, kam nur ein Abschnitt aus dem Gesamtangebot zu Ehren. Wir machten eine Vortour, die sich immer dann empfiehlt, wenn mehrere Leute miteinander unterwegs sind und man sich genauer wegen der Übernachtungsmöglichkeiten informieren will. Auch wollten wir uns nicht übernehmen, denn bei dem Mosel-Höhenweg wandert man zwar nicht so hoch wie im Schwarzwald, aber doch auf die Höhen und wieder herunter ins Moseltal. Für den Gepäcktransports hatten wir hier eine andere Technik angewandt als beim Schwarzwaldhöhenweg. Wir waren wieder drei Ehepaare mit drei Autos. Wir fuhren täglich morgens zu Beginn der Tageswanderung mit zwei Autos zum Ziel des Tages, stellten eines dort ab und fuhren mit dem zweiten Auto wieder zum Startpunkt zurück und wanderten dann den Tag über gemeinsam. Beim abendlichen Ziel konnten wir mit dem dort abgestellten Fahrzeug zurück fahren und die beiden anderen PKW nachholen. Auf diese Weise mussten wir tagsüber nicht das ganze Gepäck unserer Wanderung auf dem Rücken mit schleppen.

Da wir ohne den Tag von An- und Abfahrt nur vier volle Tage Zeit hatten, begannen wir nicht in Koblenz, sondern in Hatzenport beim Fährturm. Die Ziele des Tages waren Lasserg, Burg Eltz, Forsthaus Rotherhof und schließlich Karden. Wir begannen nach der Anfahrt um 13 Uhr und hatten daher für diesen Tag nur 14 km eingeplant. Der Weg führt zunächst leicht aufwärts, dann fast parallel zum Verlauf der Mosel, dann westlich durch den Ort Lasserg und hinüber zur Burg Eltz. Sie steht majestätisch da mit ihren zahlreichen Fachwerk-Türmchen auf dem massiven Steingebäude und ist Inbegriff deutscher Burgenromantik (siehe Internet). Überraschend ist, dass diese schon 1157 erwähnte Burg niemals zerstört wurde. Um einen engen Innenhof ragen sechs und sieben Stockwerke senkrecht hoch. Fachwerktürme, Gauben und Giebel machen diese Burg zu einer der malerischsten Deutschlands! Bei Burgführungen sind wertvolles Mobiliar, der Hausrat früherer Jahrhunderte, die Rüst- und Schatzkammer sowie Bibliothek und Burgkapelle zu sehen. Man mag sich kaum trennen von den Schönheiten, die hier zu sehen sind. Aber wir mussten weiter und kamen über Forsthaus Rotherhof nach Karden, dem Tagesziel des Pfingstmontags. Des Abends waren wir dort in der "Alten Weinstube Burg Eltz", wo wir bei einem guten Tropfen der Burg nachsinnierten.

Dienstag: Karden, Pommern, Klotten, Wildpark und schließlich Cochem. Der Wanderweg führte von Karden über eine leichte Höhe nach Pommern, dann ein größeres Stück der Mosel entlang nach Klotten, wo wir in einem Weingut rasteten und weiter wählbar über mehr oder weniger geringe Steigungen nach Cochem, dem Tagesziel. Cochem präsentiert sich in malerischer Romantik mit einem wunderschönen Marktplatz von Rathaus und Fachwerkhäusern umgeben. Wir konnten und wollten nicht anders als in der "Alten Torschänke" zu übernachten und edle Weine zu kosten. Cochem gefiel uns schon bei der Vorwanderung so gut, dass hier zwei Übernachtungen eingeplant waren.

Während wir die letzten zwei Tage normal sonniges Wetter hatten, brachte der Mittwoch große Hitze, dabei mussten wir 24 km gehen, von Cochem die Schleifen der Mosel abkürzend über Ellersbachtal zum oberen Bremm, von wo aus man einen sehr schönen Blick hat über die Moselschleife bei Bremm und weiter über Hasel und den Aussichtspunkt Sollig nach Alf. Von dort per PKW zurück zur zweiten Übernachtung in Cochem.

Auch der Donnerstag sollte und musste trotz großer Hitze von 31 Grad Celsius im Schatten mit 24 km bewältigt werden. Tagesziel war Ürzig. Wir blieben von Cochem aus nahe der Mosel über Reiler Hals durch Wald und Weinberge, Kapelle oberhalb Kröv und nun fast ständig dem Wald entlang bis Ürzig. Nun zurück nach Alf, eingebettet zwischen Weinbergen und Wald mit seinen Fachwerkhäusern, lauschigen Winkeln und dem Wein, wo die heutige Übernachtung geplant war. Burg Arras bei Alf haben wir ausgelassen, sie lag nicht direkt am Wege.

Der Freitag war ein weiterer Höhepunkt. Wir wanderten von Ürzig weitgehend dem Wald entlang, dann durch den Wald zur Schutzhütte Dreifaltigkeit, zu einem Aussichtspunkt auf Bernkastel-Kues und weiter zu dem in Weinbergen liegenden Etappenziel Lieser. Aber wir konnten nicht anders, wir fuhren rüber nach Bernkastel-Kues. Davon in Kürze nur so viel: Bernkastel hat seit 1291 Stadtrechte. Das Rathaus am Marktplatz ist ein Schmuckstück und eine Paradebeispiel deutscher Spätrenaissance. Das am schönsten verzierte Fachwerkhaus beinhaltet heute die Cusanus-Weinstuben. Überhaupt ist der Marktplatz mit seinen hervorragend dekorativen Fachwerkhäusern ein Glanzstück des Städtebaus mit seiner 400-jährigen Geschichte.

Der Samstag wurde zum Tag der Rückfahrt. Aber wir machten Halt in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands und besichtigten mit Führung diese sehenswerte Stadt mit altehrwürdigen Resten römischer Baukunst.



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