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Schwarzwald Höhenweg I
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Unsere erste Westweg Wanderung
Der Schwarzwald-Westweg ist ein Höhenweg durch den Schwarzwald, als Mittelweg meist auf dem oberen Grat des Schwarzwaldes mit Blick nach Osten und/oder nach Westen und führt von Pforzheim im Norden über Dobel, Forbach, Unterstmatt, Alexanderschanze, Hausach, Schonach, Turner, Feldberg, Belchen und Kandern bis Basel im Süden. Insgesamt sind dies etwa 273 km. Wir begnügten uns bei dieser 4 1/2-tägigen Wanderung gegen Süden mit etwa 70 km. Begonnen haben wir in Hausach, wo wir zwei Autos stehen ließen; das dritte Auto stand in Offenburg, um bei der Rückreise schneller heim kommen zu können. Alles Gepäck, das wir für die fünf Tage und Nächte brauchten, wurde im Rucksack mit getragen. Es war daher erforderlich zuvor sorgsam zu überlegen, was ist notwendig und was ist entbehrlich. Es war, wie meist bei uns, die Woche nach Pfingsten. Dabei mussten wir auch schlechtes Wetter einkalkulieren, um unterwegs nicht in etwaiger Kälte zu erstarren.
Die Wanderung ab Hausach beginnt gleich mit einem zünftigen Aufstieg von etwa 300 auf 800 m Höhe zum Farrenkopf. Dort hat man eine wunderbare Rundsicht. Sie sollte man auf jeden Fall genießen, es sind auch Bänke aufgestellt. Man wird also für die Mühe des Aufstiegs belohnt. Dann geht es einmal 100 m und danach 60 m abwärts, insgesamt aber hoch auf 1000 m zur Wilhelmshöhe. Aber so weit wollten wir am ersten Tag nicht wandern. Wir hatten unser Etappenziel, wie zuvor geplant, wenn auch etwas erschöpft, beim Höhengasthof und Pension "Schöne Aussicht" bei Hornberg erreicht. Dieser Höhengasthof liegt wundervoll am Rande von einerseits Wald, andererseits zum Tal hin Wiesen, so dass tatsächlich die Aussicht in Tal hervorragend ist. Sehr gute Wanderer gehen natürlich weiter bis zum üblichen Etappenziel Wilhelmshöhe, wo es einige Betten gibt oder sie gehen einige Schritte weg vom Westweg und übernachtet in Schonach. Für die Anstrengung diese Tages wird man aber in jedem Falle belohnt, ob in der "Schönen Aussicht" bei Hornberg oder in Schonach.
Ich erinnere mich noch sehr gut, ich wählte zum Abendessen außer den unentbehrlichen Bieren, Reh mit Spätzlen und Preiselbeeren. Nicht nur, dass der erste Tag sehr sonnig war und wir alle bester Laune waren, nein, auch das wohlverdiente Abendessen war großartig. Ungestört schliefen wir in ruhigster Umgebung den ersten erholsamen Schlaf.
Weiter ging die Wanderung bei wunderbarer Sonne durch die schattigen Wälder des Schwarzwaldes. Dieser heißt ja deswegen berechtigt Schwarzwald, weil er hauptsächlich aus Tannenwald besteht, der viel dunklen Schatten wirft.
Der zweite Tag endete nahe bei Furtwangen, der Uhrenstadt, mit dem Deutschen Uhrenmuseum. Um keine größeren Umwege machen zu müssen, liefen wir allerdings nicht in die Stadt hinein, sondern übernachteten in einem zünftigen Bauernhaus mit großen, tiefen Betten und dicken Bettdecken, nahe bei unserem Wanderweg. Dort bekamen wir ein kerniges Abendvesper mit Bauernbrot, selbst erzeugter Butter, Wurst und Schinken, so dass auch dieser Tag als völlig gelungen abgehakt werden konnte.
Die dritte Tageswanderung führte und über den Turner, einem Gasthaus, vorbei an Breitnau und durch Hinterzarten nach Titisee. Dort war in einem Fremdenheim unser Quartier vorbestellt. Wir waren ja drei Ehepaare, daher musste die Wanderung zuvor insgesamt geplant werden, d.h. Übernachtungen waren im Voraus festzulegen und zu bestellen. Sowohl Hinterzarten als auch Titisee sind bei Gästen sehr beliebt, da diese Orte fast 1000 Meter hoch liegen und wunderbare Luftkurorte sind. Hinzu kommt der Vergnügungswert des Titisee, der besonders Kindern Freude macht, sei es zum Baden, Schwimmen oder Boot fahren. Und dann gibt es in Titisee nicht nur Hotels, Cafes und Geschäfte mit Wanderausstattungen und Trachtenkleidung wie in Hinterzarten, sondern auch die typischen Schwarzwalduhren, geschnitztes Gehäuse mit Kuckucksruf und Gewichten zum Aufziehen. So sind Hinterzarten und Titisee besondere Attraktionen für den Fremdenverkehr. Manchmal ist besonders Titisee für den Ruhe Suchenden etwas zu sehr überlaufen, besonders in der Zeit der Schulferien.
Am vierten Tag machten wir uns die Sache etwas erholsamer und liefen von Titisee nur bis zum ebenfalls besonders für Skiläufer begehrten Feldberg, der mit 1493 m höchsten Erhebung des Schwarzwaldes. Aber die Höhe des Feldbergs müssen wir nicht mehr besteigen. Kurz vor dem Feldberg kommen wir zu dem tief unten gelegenen relativ kleinen, runden Feldsee, der dem Wanderer nach der Hitze des in der Sonne Laufens eine angenehme Kühle verschafft. Denn trotz des Waldes verliert die Sonne im hohen Schwarzwald nicht ihre Kraft. Am Feldberg kann man dann im großen Hotel Feldbergerhof oder in einem kleinen Berggasthof essen und übernachten. Wir hatten uns für einen intimen kleinen Gasthof mit typischer Schwarzwaldausstattung entschieden.
Der fünfte Tag und letzte Tag unserer Pfingstwanderung brachte als Überraschung gleich morgens starken Regen. Er war so intensiv, dass wir zunächst vermieden, aufzubrechen und uns statt dessen einem sehr ausgedehnten Frühstück hingaben. Erst als der Regen nachließ, rafften wir uns auf zu starten, liefen über den Feldsee zurück nach Bärental, der am höchsten gelegenen Bahnstation Deutschlands und fuhren per Bundesbahn über Freiburg im Breisgau zurück nach Offenburg, wo eines der Autos stand, das uns andere nach Hausach brachte; denn der Samstag war leider wieder das Ende der einwöchigen Wanderung. Für Nachahmer sei gesagt: Der Westweg hat auch den Namen "Schwarzwald Höhenweg I" und es gibt darüber Literatur, z.B. von Fink-Kümmerly+Frey mit Skizzen der Wanderkarten und Höhenschnitten, so dass man das auf einem zukommende Auf und Ab im Voraus erkennen und einschätzen kann.
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