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Umbrien
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Verschlossene Türen und Regenwetter in Umbrien
Bei einem Italienurlaub, es war im Frühling, als Hotels gerade erst öffneten, passierte uns folgende Geschichte. Wir kamen müde in der Umbrien an und wollten übernachten. Wir hatten Glück und fanden ein passables Hotel, in dem man uns auch Eierkuchen oder Pizzen mit gutem Rotwein zum Abendessen servieren konnte. Auch einige weitere Gäste waren zum Essen da.
Unser Zimmer lag im dritten Stock. Wir gingen wohlgemut zu Bett und freuten uns auf den kommenden Tag. Allerdings hatten wir vergessen, dem Hotelier mitzuteilen, dass wir schon um 8 Uhr frühstücken wollten. Aber wir hofften, dass ein gutes Haus mit mehreren Gästen sicherlich spätestens um 8 Uhr morgens mit dem Frühstück beginnen wird.
Der nächste Morgen kam. Wie immer waren wir früh auf den Beinen. Um nach dem Frühstück, wie immer, gleich abfahren wollten, kam ich mit meinem Gepäck nach unten. Aber oh Graus, der Hotelausgang war noch verschlossen, ja dicht vor der Hotel-Glastüre standen mehrere Kisten mit Gemüse, Brot und anderen Lebensmitteln. Ein Hinauskommen war unmöglich. Da meine Frau ausnahmsweise auch schon mit herunter gekommen war, bekam sie Angst und suchte im Haus nach anderen Gästen oder dem Hotelier. Jedoch gegen unser Erwarten war niemand aufzutreiben, weder in Parterre noch im ersten, noch im zweiten und auch nicht in unserem dritten Stock.. Das Hotel war außer uns völlig leer. Meine Frau in Angst - es hätte ja auch irgendwie ein Brand entstehen können - sah sich nach anderen Ausgängen um. Aber oh nein, alle Fenster des Erdgeschosses waren außen mit Stahlgittern versehen. Ein Hinauskommen war unmöglich.
Wir begannen, das Erdgeschoss, in dem auch die Küche lag, zu untersuchen. Hinaus konnten wir nicht. Aber schließlich fanden wir an einer Wand einen Zeitplan, der uns verriet, dass das Frühstück um 8 Uhr zu erwarten war. Also geduldeten wir uns. Dies fiel bei allem Schreck umso leichter, als es draußen regnete. Und zu unserer Zufriedenheit wurden unser Warten um 8 Uhr tatsächlich beendet. Die Frühstücksbedienung kam und alles schien von nun an seinen geordneten Lauf zu nehmen.
Allerdings hatten wir uns zu früh gefreut. Denn nach dem Beladen des Autos bei Regen lief dessen Motor nicht an. Es war damals ein noch älteres Modell eines BMW. Die Situation erinnerte mich daran, dass nach dem Kriege die ersten BMW in den USA nicht als "BM Doubleyou", sondern als "B M Troubleyou" bezeichnet wurden. Sicherlich war die Ursache in unserem Falle darin zu suchen, dass wir abends mit heißem Motor ankamen, dass es anfing zu regnen und sich im Verteiler Kondenswasser bildete, das seinerzeit noch nicht so wie heute beherrscht wurde.
Meine Frau musste anschieben, was zumutbar war, da die anliegende Straße bergab ging. Aber obgleich ich zuvor versucht hatte, den Verteiler zu trocknen, das Auto lief nicht an. Am Ende des Straßengefälles waren wir so weit wie zuvor. Es blieb keine andere Wahl, als unser Fahrzeug in eine Werkstatt abschleppen zu lassen. Dort trocknete man alle wichtigen Motorteile, stellte aber fest, dass auch der Zündzeitpunkt neu eingestellt werden müsste. Nach dieser ganzen Prozedur lief unser Auto tatsächlich wieder an, aber wir stellten danach unzweifelhaft in Folge von Fehlzündungen fest: Die Zündung ist erst jetzt falsch eingestellt!
Dem Leser sei's gesagt: Ich fahre noch immer BMW.